Account based marketing

Account Based Marketing (ABM): Wie maßgeschneiderte Strategien die B2B-Welt revolutionieren

Wer uns bei Involver kennt, weiß wenn es um langfristigen Erfolg geht: ✨Marketing und Sales sollten besten Friends sein✨. Denn wenn diese beiden Teams eng zusammenarbeiten, entwickeln sie nicht nur mehr Power, sondern führen Marketing- und Vertriebsprozesse auf das nächste Level. Genau das macht Account Based Marketing (ABM) – eine Methode, die in der B2B-Welt an Popularität gewinnt, weil sie genau das verspricht: Präzision und Effektivität. Statt die Zielgruppe breit anzusprechen, wie beim klassischen Marketing, richtet sich ABM ganz auf ausgewählte Accounts – ein Ansatz, der gerade bei Schlüsselkunden extrem viel Potenzial birgt.

Account Based Marketing – Die Grundlagen

Was ist Account Based Marketing?

Account Based Marketing (ABM) ist eine hochgradig gezielte Marketingstrategie. Statt die gesamte Zielgruppe breit anzusprechen, fokussiert sich ABM auf individuelle Betreuung einzelner, besonders wertvoller Kund*innen, die sogenannten „Target Accounts.“ Hier wird jeder ausgewählte Account fast wie ein eigener Markt behandelt und mit maßgeschneiderten Kampagnen, passgenauen Inhalten und Angeboten angesprochen. ABM eignet sich vor allem für Unternehmen, die mit hohen Investitionen, langen Verkaufszyklen oder wertvollen Kund*innenbeziehungen agieren. Statt auf Streuwerbung setzt ABM also auf Präzision und eine gezielte Ansprache – ein Konzept, das gerade im B2B-Bereich sehr erfolgreich sein kann.

ABM und der Inbound-Ansatz: Ein Vergleich

Ein Vergleich mit dem Inbound-Marketing verdeutlicht den Unterschied: Während Inbound auf das Anziehen einer breiten Masse durch ansprechenden Content zielt, geht es bei ABM darum, ganz bestimmte Unternehmen oder Entscheidungsträger*innen direkt anzusprechen. Man könnte es so sehen: Inbound ist wie das Werfen eines Netzes, während ABM gezielt die großen Fische angelt.

Beispiel: Ein IT-Unternehmen könnte ein spezielles Angebot für einen Großkund*innen aus dem Finanzsektor entwickeln, das auf dessen Sicherheits- und Compliance-Anforderungen zugeschnitten ist.

Warum Account Based Marketing so effektiv ist

Präzision und Effizienz
Ein großer Vorteil des ABM ist die Effizienz: Marketing- und Vertriebsressourcen werden auf die Accounts gelenkt, die den größten Umsatz versprechen. Anstatt Marketingbudgets auf eine breite Zielgruppe zu streuen, geht es hier darum, Ressourcen gezielt zu investieren – das hebt den ROI enorm.

Aufbau langfristiger Beziehungen
Besonders im B2B-Bereich sind Beziehungen das A und O. Die gezielte und oft intensive Zusammenarbeit, die ABM erfordert, führt zu einer tiefen Bindung mit den Zielkund_innen. Diese Kundenbindung sorgt dafür, dass die Kund*innenloyalität steigt und Folgegeschäfte einfacher werden. Mit ABM wird das Ziel verfolgt, dass die Kund_innen das Unternehmen als langfristigen Partner wahrnehmen.

Der Boost für die Conversion-Rate
Durch die zielgerichteten und personalisierten Inhalte, die auf die spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind, führt ABM zu einer höheren Erfolgsquote und weniger Streuverlusten.

Praxisbeispiel: Ein Consulting-Unternehmen, das auf Cloud-Lösungen spezialisiert ist, könnte ABM nutzen, um auf die Innovationsabteilungen von Großkund*innen im Technologie-Sektor zuzugehen, deren Bedürfnisse in den Bereichen Sicherheit und Effizienzsteigerung gezielt anzusprechen. Mit maßgeschneiderten Case Studies oder Webinaren lässt sich die Abschlusswahrscheinlichkeit erheblich erhöhen.

So funktioniert Account Based Marketing im Detail

  1. Vorbereitung: Das Fundament schaffen
    Die Vorbereitung ist entscheidend. ABM funktioniert nur dann optimal, wenn Vertrieb und Marketing eng zusammenarbeiten, eine einheitliche Zielsetzung definieren und eine klare Strategie entwickeln. Moderne CRM-Systeme helfen dabei, Kund*inneninformationen zentral zu bündeln und sorgen dafür, dass beide Abteilungen dieselben Einblicke in den Prozess haben.

  2. Identifizierung der Ziel-Accounts
    Jetzt wird analysiert, welche Unternehmen das größte Potenzial bieten. Dies erfolgt anhand eines Ideal Customer Profiles (ICP), bei dem Kriterien wie Umsatzpotenzial, Unternehmensgröße oder Marktrelevanz berücksichtigt werden. Je präziser die Analyse, desto zielgerichteter ist die Ansprache.

  3.  Personalisierte Ansprache und Beziehungspflege
    Hier setzt ABM auf verschiedene Kanäle, um die Zielkund_innen mit personalisierten Inhalten zu erreichen. Marketing-Automation-Tools wie LinkedIn oder spezielle E-Mail-Software helfen, gezielt Nachrichten und Anzeigen an relevante Entscheidungsträger_innen auszuliefern. Der Fokus liegt dabei auf der Erstellung passgenauer Inhalte, die genau auf die Herausforderungen und Ziele der Ziel-Accounts abgestimmt sind.

    Content-Beispiel: Ein Software-Anbieter könnte für einen Kund*innen aus der Gesundheitsbranche personalisierte Blogbeiträge über Datensicherheit und zusätzlich Fallstudien zu Mehrwerten der eigenen Lösung für diese Branche bereitstellen

Anwendungsszenarien für ABM

  1. Akquise neuer Accounts:
    Zielgerichtete Inhalte wie Whitepapers oder spezielle Produkt-Demos helfen, das Interesse bei neuen potenziellen Kund*innen zu wecken und gezielt auf deren spezifische Anforderungen einzugehen.

  2. Account Nurturing:
    Ein Account, der bereits Interesse zeigt, kann durch regelmäßige und personalisierte Inhalte weiter gepflegt und informiert werden – zum Beispiel durch Follow-up-E-Mails nach einem Webinar oder individualisierte Angebote.

  3. Upselling bei Bestandskunden:
    Auch für Upsell-Möglichkeiten ist ABM ideal. Kund*innen, die bereits ein Produkt nutzen, können gezielt auf ergänzende Angebote hingewiesen werden – und das auf Basis ihrer spezifischen Anforderungen.

Der Unterschied zwischen Account Based Marketing und klassischen Marketingansätzen

ABM ist nicht nur eine Strategie, sondern auch eine Frage der Priorisierung. Während sich traditionelles Marketing an eine breite Gruppe richtet, konzentriert sich ABM gezielt auf die größten Umsatzmöglichkeiten. Die Kommunikation ist weniger generisch, sondern fokussiert auf den individuellen Mehrwert für den Ziel-Account.

Unterschiedliche Herangehensweisen – Multichannel und Crosschannel

ABM wird meist über mehrere Kanäle (Multichannel) durchgeführt und nutzt verschiedene Berührungspunkte entlang der Customer Journey. Neben LinkedIn und persönlichen E-Mails kommen auch Webinare oder sogar Print-Mailings zum Einsatz. Wichtig ist dabei, dass die Botschaften durchgängig relevant und kohärent sind, um das Interesse der Zielkund*innen zu gewinnen und zu halten.

KPIs zur Erfolgsmessung von ABM-Kampagnen

Zur Erfolgsmessung von ABM-Kampagnen sind spezielle KPIs von Bedeutung:

  • Engagement-Rate: Misst die Interaktionen der Ziel-Accounts mit den Inhalten und Kampagnen.
  • Pipeline-Wachstum: Bewertet den Einfluss von ABM auf die Sales-Pipeline und das generierte Umsatzpotenzial.
  • Win-Rate: Gibt an, wie erfolgreich Accounts in zahlende Kund*innen umgewandelt werden konnten.
  • ROI: ABM bietet oft einen signifikanten Return on Investment, da die eingesetzten Ressourcen gezielt und effizient genutzt werden.
  • Kundenzufriedenheit und -feedback: Qualitative Rückmeldungen helfen, die Relevanz und den Nutzen der Kampagnen zu verbessern und gezielt anzupassen.

ABM und Marketing Automation: Das perfekte Duo

Besonders effizient wird ABM durch Marketing-Automation. Automation hilft, zielgerichtete Botschaften an die richtigen Entscheidungsträger_innen zu übermitteln und den Prozess zu skalieren. So lassen sich automatisierte Nachrichten, Eventeinladungen und Produktempfehlungen erstellen, die genau dann ausgelöst werden, wenn ein bestimmtes Verhalten der Kund_innen erkennbar ist.

Fazit: Warum Account Based Marketing der Schlüssel zum B2B-Erfolg ist

Account Based Marketing ist in der heutigen B2B-Welt ein Gamechanger. Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich gezielt auf die wertvollsten Kund*innen zu konzentrieren und durch personalisierte Kampagnen langfristige Beziehungen zu schaffen. Die enge Abstimmung von Marketing und Vertrieb, kombiniert mit Marketing- und Sales-Automation, sorgt für eine Effizienzsteigerung, die sich in höheren Conversions und zufriedenen, loyalen Kund*innen niederschlägt.

 ABM ist wie ein sorgfältig gebrühter Espresso – stark, fokussiert und genau das Richtige, um in der B2B-Welt wach und erfolgreich zu bleiben. Wer, (wie wir 😉) auf Teamwork zwischen Marketing, Sales und Service setzt, weiß: Nur so wird die volle Power von ABM entfaltet und langfristiges Wachstum erzielt.